Wer ist eigentlich Atilla Gum?

Wer ist eigentlich Atilla Gum?

Wenn du hier gelandet bist, fragst du dich vielleicht, wer ist eigentlich dieser Atilla Gum?

Daher erzähle ich dir heute ein wenig über meine Person und meinen Werdegang.

Die Schule war für mich nur Frust.

Meine schulische Laufbahn war leider nicht wirklich vom Erfolg gekrönt.

Geplagt von meinen Kommunikationsproblemen konnte ich nie die nötige Motivation für schulische Belange aufbringen. (Okay, man sagte mir auch ein gewisses Maß an Faulheit nach, was ich ehrlich gesagt nicht einmal bestreiten kann.)

Nach der Schulpflicht: zum Glück der erste Job.

Es endete damit, dass ich irgendwann nach Beendigung der Schulpflicht von der Schule geworfen wurde, da ich kein weiteres Mal die Klasse wiederholen durfte.

Es folgten ein paar Monate der Untätigkeit. Das brachte mir Frust und Existenzsorgen.

Ihr könnt euch sicher mein Glücksgefühl vorstellen, als ich bei einem Bekannten eine Stelle als Küchengehilfe am Wiener Naschmarkt bekommen habe.

Endlich konnte ich mein eigenes Geld verdienen und mir auch ab und zu Kleinigkeiten gönnen.

Vielleicht Gebärdensprache-Trainer?

Aber nach einiger Zeit musste ich feststellen, dass das Leben mit dem Gehalt eines Küchengehilfen sehr hart ist und hinten und vorne nicht ausreicht.

Da mich die Kommunikationsprobleme seit meiner Schulzeit begleiteten und nie wirklich losgelassen haben, beschloss ich, Trainer für ÖGS (Österreichische Gebärdensprache)  zu werden.

Doch der große Erfolg blieb aus.

Eine zufällige Begegnung, die mich wirklich weitergebracht hat.

Nach ein paar Wochen ohne Arbeit hatte ich ein einschneidendes Erlebnis. Bei einem Flashmob anlässlich des Tages der Muttersprache in Wien lernte ich einen Mann kennen, der mich motivierte, Moderator für ein österreichweites Gehörlosen Online-Nachrichtenportal zu werden.

Das war für mich zuerst unvorstellbar, denn gehemmt durch meine Sprachbarriere habe ich über so etwas nie nachgedacht und fand die Idee auch zunächst etwas einschüchternd.

Doch er bat mich eindringlich, ihm doch eine Bewerbung zu schicken, um mich dort im Unternehmen offiziell vorstellen zu können.

ÖGS-Moderator.

Nach einigem Hin und Her und einer schlaflosen Nacht, gab ich mir dann einen Ruck und schickte die Bewerbung ab. Unter drei BewerberInnen in der Endphase wurde genau ich ausgewählt und aufgenommen.

Ich war wirklich überglücklich, diese Stelle zu bekommen, denn so hatte ich ein kleines Fixgehalt und verdiente mir nebenbei etwas als ÖGS Trainer.

Nach zwei Jahren bin ich aber wie in einem Hamsterrad festgesteckt. Ich hatte zwar kennengelernt, welches Potential in mir steckt, doch mein Alltag kam mir langweiliger und monoton vor.

Immer die gleichen Fragen…

Ich fing an, mir über die tagtäglichen Zusammentreffen mit anderen Menschen Gedanken zu machen. Warum? Weil mir als Gehörlosem immer wieder die gleichen Fragen gestellt wurden:

  • Kannst du gar keine Musik hören?
  • Darfst du überhaupt Auto fahren?
  • Wie wirst du morgens pünktlich wach, wenn du den Wecker nicht hören kannst?
  • Was machst du in einer Notsituation, beispielsweise bei einem Feueralarm?
  • Was machst du, wenn du im Auto hinter dir die Polizei Sirenen nicht hörst?
  • Wie ist dein Intimleben? Was fühlst du beim Sex, wenn du keine Stimmen und Geräusche hören kannst?

Immer wieder habe ich solche Fragen geduldig beantwortet.

“Danke für die Antwort!” – und Tschüss.

Doch das Ende vom Lied war stets, sobald die Leute die gewünschten Informationen hatten, gingen sie weiter und das Thema war erledigt.

Nachdem ich zum gefühlten 1000. Mal immer wieder dieselben Fragen höflich beantwortet hatte, fühlte ich mich ausgelaugt.

Ja, ich wollte die Leute informieren, ihnen weiterhelfen und für mehr Verständnis und Toleranz sorgen – doch es kam nie etwas zurück, keine Gegenleistung.

Das frustrierte mich auf Dauer doch sehr und ich fühlte mich ausgebrannt.

Das muss doch auch anders gehen.

Daher habe ich dem AMS (Arbeitsmarktservice) von meiner Idee erzählt, dass ich mich in diesem Bereich selbstständig machen möchte.

Meine Idee war es, ein Konzept zu entwickeln, das die Menschen informiert, aufklärt und dadurch aber auch allen Gehörlosen einen Mehrwert verschafft.

Ich wurde beim UGP (Unternehmergründungsprogramm) aufgenommen und habe 2015 angefangen, mein Business aufzuziehen.

Leider war das System nicht flexibel, es war starr auf 6 Monate ausgelegt. Während dieser Zeit musste mein Business Konzept stehen und die Firma gegründet sein.

Ich habe das leider nicht geschafft, denn für jedes einzelne Gespräch, das zu führen war, benötigte ich eine DolmetscherIn. Oft musste lange auf einen passenden Termin warten wo ich, die DolmetscherInnen und die zuständigen BeraterInnen verfügbar waren.

Ich habe mich aber davon nicht runterziehen lassen, sondern weitergemacht.

Beim zweiten Anlauf hat’s dann geklappt.

2016 habe ich nochmal von vorne angefangen – und diesmal habe ich es geschafft!

Seit 2017 bin hauptberuflich Unternehmer, ÖGS Trainer, Coach, Berater.

Meine Idee: ÖGS-Onlinekurs.

Um mit meiner Arbeit noch mehr Gutes zu bewirken und noch mehr Menschen zu erreichen, habe ich die Idee zu einem ÖGS-Onlinekurs entwickelt, der sich speziell an Leute die Österreichische Gebärdensprache lernen möchten.

Jeder von uns vertreibt sich gerne seine Langeweile im Internet, daher wird der Onlinekurs für alle Endgeräte jederzeit verfügbar sein.

Somit kann man flexibel zwischendurch etwas Neues dazu lernen ohne sich extra Zeit dafür nehmen zu müssen.

Daher biete ich mit meinem Unternehmen ÖGS.Lab kostenlose Basic Aufklärung und Informationen über die ÖGS an, sowie ein darauf aufbauendes kostenpflichtiges exklusives ÖGS Starterpaket an.

Interessiert, online ÖGS zu lernen?

Wenn du nähere Infos dazu suchst, dann melde dich gerne per Mail unter atillaeg.business@gmail.com oder folge mir auf facebook.

Ich bin Atilla Gum. Gehörloser Unternehmer.

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